Die kurze Antwort
Für Digital Signage mit Narrow.TV brauchen Sie zwei Dinge: einen Bildschirm und ein Gerät, auf dem der Narrow.TV Player läuft. Der Player ist eine App für Android, Linux und Windows. Das Gerät kann im Bildschirm stecken (ein Fernseher mit Android TV oder Google TV) oder separat sein (eine Android-TV-Box, ein Stick oder ein Mini-PC, den Sie per HDMI anschließen).
Welchen Bildschirm Sie wählen, hängt vor allem von drei Fragen ab: Wie viele Stunden am Tag läuft er, wie viel Licht fällt darauf und wie weit stehen Menschen davon entfernt? Im Folgenden gehen wir das durch. Die Software rechnen Sie pro Bildschirm ab; was das kostet, lesen Sie unter Kosten von Digital Signage.
Professionelles Display oder normaler Fernseher
Ein normaler Consumer-Fernseher ist günstig und gut nutzbar, vor allem für den Einstieg. Ein professionelles Display (auch Signage-Display genannt) ist für die gewerbliche Nutzung gebaut. Die Unterschiede liegen meist in:
- Betriebsdauer: Professionelle Bildschirme sind in der Regel dafür ausgelegt, lange Tage oder sogar durchgehend zu laufen. Ein Consumer-Fernseher ist für ein paar Stunden Fernsehen am Abend gemacht.
- Helligkeit: Professionelle Displays sind oft deutlich heller. Das macht den Unterschied in einem hellen Laden oder am Fenster.
- Garantie: Prüfen Sie die Bedingungen. Bei manchen Consumer-Fernsehern entfällt oder beschränkt sich die Garantie bei gewerblicher oder dauerhafter Nutzung.
- Hochkantmontage: Nicht jeder Fernseher ist dafür gedacht, gedreht zu hängen. Professionelle Displays unterstützen das Hochformat meist ausdrücklich.
- Erscheinungsbild: kein Markenlogo im Bild, schmalere Ränder und oft ein Menü, in dem Sie den Bildschirm sperren können.
Faustregel: Steht der Bildschirm drinnen, ohne direkte Sonne, und läuft er höchstens einen Arbeitstag, reicht ein guter Fernseher oft aus. Hängt er in einem Schaufenster, hinter Glas oder läuft er 12 Stunden oder länger pro Tag, ziehen Sie ein professionelles Display in Betracht.
Helligkeit und Standort
Helligkeit wird in Nits (Candela pro Quadratmeter) angegeben. Ein normaler Fernseher liegt meist deutlich unter dem, was ein professionelles Display erreicht, und Bildschirme, die speziell für Schaufenster gebaut werden, sind noch viel heller. Achten Sie bei der Wahl auf den Standort:
- Drinnen, Kunstlicht: Nahezu jeder Bildschirm ist lesbar.
- Heller Raum mit viel Tageslicht: Wählen Sie eine hellere Ausführung und eine matte Oberfläche gegen Spiegelungen.
- Schaufenster, nach außen gerichtet: Hier brauchen Sie einen Bildschirm, der für Sonnenlicht gebaut ist; ein normaler Fernseher ist dann tagsüber kaum lesbar.
Hängen Sie einen Bildschirm nicht direkt gegenüber einem Fenster und nicht dort, wo sich Lampen darin spiegeln. Halten Sie die Unterkante etwa auf Augenhöhe oder etwas höher, wenn Menschen stehen, und sorgen Sie an dieser Stelle für eine Steckdose und gutes WLAN oder ein Netzwerkkabel.
Welche Größe und welche Auflösung
Wie groß der Bildschirm sein muss, hängt vom Betrachtungsabstand und davon ab, wie viel Text Sie zeigen. Ein Bildschirm am Empfang, vor dem Menschen einen Meter entfernt stehen, kann kleiner sein als ein Bildschirm, den man von der anderen Seite eines Saals lesen können muss. Im Zweifel testen Sie mit einer Slide mit Ihrem kleinsten Text auf die echte Entfernung.
Im Narrow.TV-Dashboard stellen Sie pro Bildschirm das Format ein:
- Full HD 1920x1080 (Standard)
- 4K 3840x2160
- HD 1366x768
- Quadratisch 1080x1080
- Eine eigene Größe
Außerdem wählen Sie quer oder hochkant. Die Inhalte werden so skaliert, dass sie auf den Bildschirm passen. Für die meisten Anwendungen ist Full HD völlig ausreichend; 4K lohnt sich vor allem bei großen Bildschirmen, vor denen Menschen nah stehen.
Hochkant funktioniert gut für digitale Menüboards, neben einer Tür oder in einem schmalen Flur. Querformat passt besser zu Video und zu Bildschirmen über einem Empfangstresen.
Welcher Player: Android, Linux oder Windows
Den Narrow.TV Player gibt es für Android, Linux und Windows. Auf allen drei koppeln Sie den Bildschirm mit demselben Kopplungscode, nutzen dieselben Slides und dasselbe Dashboard, und der Player startet automatisch im Vollbild. Fällt das Internet aus, spielt er die zuletzt geladenen Inhalte weiter.
- Android, über Google Play: Fernseher und Displays mit integriertem Android TV oder Google TV, Android-TV-Boxen und -Sticks, die Sie per HDMI anschließen, und Android-Tablets. Für einen neuen Bildschirm ist das die einfachste Wahl: ein Android TV oder ein günstiger Mediastick.
- Linux: ein Mini-PC bzw. PC mit 64-Bit-Linux (x64 oder ARM64), mindestens Ubuntu 20.04, Debian 11 oder Fedora 36, empfohlen Ubuntu 22.04/24.04 LTS oder Debian 12. 32-Bit-Systeme werden nicht unterstützt.
- Windows: ein PC, Mini-PC oder All-in-One-Touch-PC mit Windows 10 oder Windows 11, 64-Bit. Empfohlen ist Windows 11 oder, für ein Gerät, das nur den Player ausführt, Windows 10/11 IoT Enterprise LTSC. Praktisch, wenn bereits ein PC am Bildschirm steht oder Sie einen Mini-PC oder All-in-One-Touch-PC nutzen möchten.
Die Android-App installieren Sie aus Google Play. Den Installer für Linux und Windows erhalten Sie über den Support. Wie die Installation geht, lesen Sie unter den Player installieren.
Der Player funktioniert nicht auf Amazon Fire TV, auf dem eigenen System von Samsung-Fernsehern (Tizen) oder LG-Fernsehern (webOS), auf iOS-Geräten und auf Chromecast. Haben Sie bereits einen solchen Fernseher? Dann müssen Sie ihn nicht ersetzen: Schließen Sie eine Android-TV-Box, einen Stick oder einen Mini-PC per HDMI an und nutzen Sie dieses Gerät als Player.
Viele Smart-TVs anderer Marken laufen mit Google TV oder Android TV. Prüfen Sie das in den Spezifikationen oder im Einstellungsmenü des Fernsehers; wenn Sie den Google Play Store auf dem Fernseher öffnen können, sind Sie meist auf der sicheren Seite.
Tipps vor dem Kauf
- Wählen Sie unter Android einen Player, auf dem Sie die App als Startbildschirm einrichten können. Dann öffnet sich der Player nach dem Einschalten als Haupt-App. Unter Linux und Windows startet der Player von selbst. Siehe den Player installieren.
- Denken Sie an die Halterung. Prüfen Sie das VESA-Maß des Bildschirms und ob die Halterung für die Hochkantmontage geeignet ist, falls Sie das möchten.
- Halten Sie den Player erreichbar. Ein Stick hinter dem Bildschirm ist ordentlich, aber sorgen Sie dafür, dass Sie für einen Neustart oder ein Update noch herankommen.
- Testen Sie zuerst mit einem Bildschirm. Mit dem kostenlosen 30-Tage-Test koppeln Sie einen Bildschirm und sehen sofort, wie Ihre Inhalte auf Ihrer vorhandenen Hardware aussehen.
Bildschirm und Player schaffen Sie selbst an, bei einem Anbieter Ihrer Wahl. Fragen zu einem bestimmten Gerät? Nehmen Sie Kontakt auf. Mehr zu den Grundlagen lesen Sie unter was ist Digital Signage.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen normalen Fernseher für Digital Signage nutzen?
Ja, das geht. Für ein paar Stunden am Tag drinnen, ohne direkte Sonne, reicht ein normaler Fernseher oft aus. Für lange Tage, grelles Licht oder ein Schaufenster ist ein professionelles Display meist die bessere Wahl.
Welchen Mediaplayer brauche ich für Narrow.TV?
Ein Gerät mit Android, Linux oder Windows. Unter Android: ein Android TV oder Google TV, eine Android-TV-Box oder einen Stick per HDMI oder ein Android-Tablet; den Narrow.TV Player installieren Sie über Google Play. Unter Linux: ein PC oder Mini-PC mit 64-Bit-Linux. Unter Windows: ein PC, Mini-PC oder All-in-One-Touch-PC mit Windows 10 oder 11. Den Installer für Linux und Windows erhalten Sie über den Support.
Funktioniert Narrow.TV auf einem Samsung- oder LG-Smart-TV?
Nicht mit dem eigenen Betriebssystem von Samsung (Tizen) oder LG (webOS). Schließen Sie an einen solchen Fernseher eine Android-TV-Box, einen Stick oder einen Mini-PC mit Linux oder Windows per HDMI an.
Welche Auflösung brauche ich für Digital Signage?
Full HD (1920x1080) ist der Standard und für die meisten Bildschirme völlig ausreichend. Narrow.TV unterstützt auch 4K, HD, quadratisch und eine eigene Größe, quer oder hochkant.